Was ist „Alte Musik“?

Der SWR urteilte unlängst: „Die TAGE ALTER MUSIK REGENSBURG sind das älteste und renommierteste deutsche Festival für die Alte Musik“. Und im Fachmagazin Goldberg wurden die TAGE ALTER MUSIK REGENSBURG als eines der fünf weltweit renommiertesten und traditionsreichsten Festivals für die „Alte Musik“ (= historische Instrumente / historische Aufführungspraxis) genannt, als eines von 5 Schlüsselfestivals („key festivals“) für die historische Aufführungspraxis (neben Utrecht, Barcelona, Boston und Ambronay/ Lyon).

Die sogenannte „Alte Musik“, die auf keine Epoche beschränkt ist und alle Epochen vom Mittelalter bis zur Romantik erfasst, bedeutet nach unserem Verständnis nichts anderes als eine neue, ja die innovative ästhetische Beerbung der Musiktradition anhand der Maxime von „historisch informierten“ Aufführungen. Sie tritt in Gegensatz zum gewohnten Klassikmusiktrieb, der zunehmend in seinen Konventionen erstarrt. Diese neue ästhetische Bewegung nahm in den Metropolen der Welt (London, Paris, Amsterdam, New York) ihren Anfang und hat den klassischen Musikbetrieb komplett durcheinandergewirbelt. Ihre Entwicklung wird in hohem Maße von der Kulturöffentlichkeit kommentiert und diskutiert.

Seit 30 Jahren hat Pro Musica Antiqua seinen Ehrgeiz daran gesetzt, gewissermaßen als Avantgarde an dieser Bewegung teilzunehmen. Dies bedeutete, ihre neuesten und innovativsten Entwicklungen wie in einem Brennglas aufzuspüren und sie der Öffentlichkeit insbesondere bei seinem Festival TAGE ALTER MUSIK REGENSBURG vorzuführen.

Die starke Medienpräsenz (führende deutsche Tageszeitungen, internationale Fachzeitschriften, mehrere Rundfunksender und Fernsehstationen) ist Beleg für das hohe Ansehen, welches das Festival inzwischen genießt. Zahlreiche Konzerte (ca. 200) wurden bisher von in- und ausländischen Rundfunksendern übertragen. Dies macht die TAGE ALTER MUSIK REGENSBURG zu einem der meistgefeaturten Festivals in Deutschland überhaupt.

Der immer noch wachsende Besucherzustrom unterstreicht die hohe Akzeptanz des Festivals beim Publikum, das zu ca. 50% von auswärts in die über 2000jährige Domstadt anreist. Das Festivalpublikum ist im Schnitt deutlich jünger als allgemein im „Klassik“-Musikbetrieb, was nochmals den innovativen, lebendigen Charakter des Festivals (bislang über 100 Europa- und Deutschlandpremieren!) und der Alte-Musik-Bewegung als solcher unterstreicht, die sich als innovative Strömung innerhalb der Klassischen Musik versteht, und die über die intensive Auseinandersetzung mit der Frage der historischen Aufführungspraxis gleichsam eine neue, lebendige Ästhetik entwickelt und vermittelt – gerade und vor allem in Regensburg.

Die UNESCO-Welterbestadt Regensburg bietet dabei mit ihren zahlreichen historischen Räumen, Innenhöfen, Sälen und Kirchen die Grundlage für eine gelungene Symbiose aus historischem Raum und historischer Aufführungspraxis. Das Resultat: Fast 100 % der Besucher bezeichneten in einer wissenschaftlichen Studie die charakteristische Festivalatmosphäre in Regensburg als sehr gut oder gut. Und so ist laut MDR das Festival „zum Markenzeichen für die Stadt Regensburg geworden.“ Oder wie es die Süddeutsche Zeitung formulierte: „Bei den ‚TAGEN ALTER MUSIK‘ in Regensburg stimmt einfach alles.“