Konzert 9
Sonntag, 23. Mai 2010, 20.00 Uhr
St.-Oswald-Kirche, Weißgerbergraben
COLLEGIUM 1704 & COLLEGIUM VOCALE 1704 (Tschechien)
Hana Blazikova, Sopran, Angelo
Celine Scheen, Sopran, Maddalena
Jana Levicova, Alt, Cleofe
Eric Stoklossa, Tenor, San Giovanni
Tobias Berndt, Bass, Lucifero
Leitung und Cembalo: Václav Luks
Georg Friedrich Händel: Oratorium „La Resurrezione“ (1708) HWV 47
Händels erstes Oratorium war ein italienisches: La Resurrezione, die Auferstehung.
Es beginnt an den Pforten der Hölle mit einer Auseinandersetzung zwischen Luzifer und dem
Engel, der Christus dorthin begleitet hat, damit er die Hölle besiegen soll. Für den
22-jährigen Protestanten Händel dürfte die literarische Annäherung an die Geschichte
von der Auferstehung Christi, so wie sie ihn sein römischer Mäzen Marchese Ruspoli für
das Osterfest 1708 zu vertonen bat, ziemlich fremdartig gewesen sein. Nicht Christus
selbst steht im Zentrum, sondern der Kampf zwischen Himmel und Hölle um die Seele Christi
und das Mitleiden der Getreuen, Maria Magdalena, Maria Kleophas und des Evangelisten
Johannes. Händel gelang ein dramatischer, emotionsgeladener großer Wurf, der mit Roms
besten Musikern 1708 unter der Leitung von Arcangelo Corelli uraufgeführt wurde.
Zu den besten Barockorchestern zählt heute zweifelsohne das aus Prag stammende, von Václav
Luks gegründete Collegium 1704. Das Orchester gastiert nach 2003 zum 2. Mal in Regensburg.
Zusammen mit dem 2005 gegründeten Collegium Vocale 1704 und namhaften internationalen
Vokalsolisten verspricht die Aufführung von Händels frühem Meisterwerk ein fesselndes
Hörabenteuer.
Webseite der Interpreten: www.collegium1704.com
