Loris Barrucand, Cembalo &
Clément Geoffroy, Cembalo
(Frankreich)Johann Sebastian Bach im Café Zimmermann – Werke für zwei Cembali
In den 1730er Jahren erlebte das Café Zimmermann in Leipzig eine erstaunliche musikalische Blütezeit. Jeden Freitag sowie dienstags während der großen Leipziger Messen konnten Musik- und Kaffeeliebhaber zwischen 20 und 22 Uhr Konzerte besuchen, die von Johann Sebastian Bach persönlich organisiert und geleitet wurden. Als Interpreten traten Bach selbst sowie das von ihm geleitete Collegium musicum auf – ein Ensemble, das sich aus seinen Söhnen und seinen begabtesten Schülern zusammensetzte.
Sonaten für verschiedene Instrumente, Konzerte für zwei, drei oder sogar vier Cembali sowie Bearbeitungen der beliebtesten italienischen Sinfonien dürften regelmäßig auf dem Programm dieser Leipziger Abende gestanden haben. Die beiden jungen französischen Cembalo-Virtuosen Loris Barrucand und Clément Geoffroy laden, ganz in der Tradition jener Leipziger Abende, zum Konzert in die Schottenkirche.
Zu hören sind u.a. ihre Transkriptionen für zwei Cembali, darunter das Konzert c-Moll BWV 1060, zwei Bach’sche Vivaldi-Transkriptionen nach Violinkonzerten, die große c-Moll Orgelpassacaglia BWV 582 und einige Choralbearbeitungen.
Wie ihre Kollegen Pierre Gallon und Justin Taylor studierten Barrucand und Geoffroy am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique – u. a. bei Olivier Baumont und Blandine Rannou, zwei der wichtigsten Vertreter der französischen Cembaloschule unserer Zeit.
