Ensemble Irini
(Frankreich)Lila Hajosi | Leitung
Printemps Sacré – Leben – Tod – (Wieder)geburt – Heinrich Isaac (1450-1517) und liturgische Gesänge des 15. Jahrhunderts aus Georgien
Unerwartete Verbindungen zwischen Ost und West stellt das achtköpfige Irini Vokalensemble bei seinem Regensburg-Debut vor. Dabei treten geistliche Werke von Heinrich Isaac (1450-1517) und Auszüge aus der georgisch-orthodoxen Liturgie in einen musikalischen Dialog. Zwei gebrochene Schicksale: Ein Komponist, ein Land.
Heinrich Isaac, das allzu oft vergessene Genie der franko-flämischen Schule, Josquins Rivale, der letzte Erbe von Dufay und Binchois, der die Wirren des Krieges, den Sturz der Medici, den Tod von Lorenzo dem Prächtigen, seinem Freund und Gönner, und das lange Exil erlebt, bevor er am Ende seines Lebens nach Florenz zurückkehrt.
Georgien, das kleine Land, das ständig von Krieg und Invasion erschüttert wird, das dem kulturellen und kriegerischen Druck Konstantinopels, der Russen und der Türken widersteht, jedoch in drei Teile gespalten wird und dessen musikalisches Erbe allein durch seine Existenz einen Akt des Widerstands darstellt.
Das französische Irini-Ensemble (griech.: Frieden) zeichnet ein einzigartiger dunkler und warmer Klang aus. Unter der künstlerischen Leitung von Lila Hajosi hat sich das achtköpfige Vokalensemble zu einem der herausragenden Alte-Musik-Ensembles entwickelt. Besondere Aufmerksamkeit widmet das Ensemble in seinen Konzerten der Gegenüberstellung von Vokalmusik der europäischen Renaissance und orthodoxer Gesangstraditionen. Der musikalische Dialog zwischen westlichem und östlichem Repertoire ist dem Ensemble ein Herzensanliegen. Dabei kommt es immer zu überraschenden Hörerfahrungen, die in der mächtigen Dominikanerkirche sicherlich eine besondere Wirkung entfalten werden.
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