Pierre Gallon, Cembalo
(Frankreich)Johann Sebastian Bach und Frankreich
Tanz, Raffinesse, Eleganz und Geschmack: Für Johann Sebastian Bach war die Beherrschung des französischen Stils ein ständiges Streben, ein Leitprinzip, ein Kompass. Bach studierte die Werke französischer Komponisten unablässig und gab seine Erkenntnisse immer wieder an seine Schüler weiter. Natürlich sind seine deutschen Vorläufer Buxtehude, Reincken und Pachelbel bekannt, doch Couperin, Dieupart, D'Anglebert und Grigny sind ebenso bedeutende Meilensteine, die seine musikalische Sprache geprägt haben.
Dieses Programm erkundet die persönliche Verbindung, die Bach zu Frankreich unterhielt, einem Land, das er nie betreten hat und das er doch so gut kannte. Neben zwei seiner Französischen Suiten (BWV 814 und BWV 816) erklingen Auszüge aus dem „Sixième Ordre“ von François Couperin, eine Folge von Charakterstücken, darunter auch das rätselhafte „Les Barricades Mystérieuses“.
Der Cembalist Pierre Gallon, ausgebildet am Conservatoire National Supérieur de Musique von Paris u.a. in den Klassen von Olivier Baumont und Blandine Rannou, inspiriert von Begegnungen mit Blandine Verlet, Elisabeth Joyé und Pierre Hantaï zählt heute zu den wichtigsten Vertretern seines Fachs. Dekoriert mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen hat er mittlerweile auch mit einigen CD-Einspielungen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Bei den Tagen Alter Musik gastierte er erstmals 2023 zusammen mit der Gambistin Lucile Boulanger.
