Chor und Orchester Il Gardellino
(Belgien)Alexander Grychtolik | Cembalo, Leitung
Johann Sebastian Bach: Passionsoratorium BWV Anh. 169 (rekonstruiert und vervollständigt von Alexander Grychtolik)
Seit fast 150 Jahren ist ein rätselhaftes Libretto zu einem Passionsoratorium Gegenstand der Bach-Forschung, das der Dichter Christian Friedrich Henrici, besser bekannt unter seinem Pseudonym Picander 1725 veröffentlicht hat. Sicher ist zumindest, dass „Picander“ Ausschnitte dieses Librettos in die 1727 aufgeführte Matthäus-Passion (BWV 244) übernahm. Im Bach-Werke-Verzeichnis wird das Passionsoratorium deswegen bislang als Werk ohne geklärte Zuschreibung aufgeführt. Picanders Libretto ist beeinflusst von der berühmten Passionsdichtung Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus von Barthold Heinrich Brockes, dessen Vertonung durch Händel Bach nachweislich als Abschrift besaß.
Der Cembalist und Dirigent Alexander Grychtolik sowie das belgische Vokal- und Instrumentalensemble Il Gardellino und eine prominente Solistenschar mit Miriam Feuersinger, Sopran, William Shelton, Alt, Daniel Johannsen, Tenor, Tiemo Wang, Bass und Micha Matthäus, Bass, stellen in diesem Konzert einen bemerkenswerten Rekonstruktionsversuch des Passionsoratoriums BWV Anh. 169 zur Diskussion, das Bach um 1725 zwar begonnen, aber dann doch aufgegeben hat bzw. aufgeben musste.
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