Konzert 2

Freitag, 21. Mai 2010, 22.45 Uhr (Nachtkonzert)
Minoritenkirche, Dachauplatz

LA MORRA (Schweiz)

Eve Kopli, Hanna Järveläinen,
Dan Dunkelblum, Giovanni Cantarini, Gesang
Corina Marti, Blockflöten, Clavisimbalum
Michal Gondko, Laute
Baptiste Romain, Fidel
Elizabeth Rumsey, Viola d’arco

Künstlerische Leitung:Corina Marti & Michal Gondko

„Concentus Angelorum“ –
Geistliche Polyphonie in Nordeuropa von 1400 bis 1500

Das Vokal- und Instrumentalensemble La Morra wurde an der Schola Cantorum Basiliensis (Basel, Schweiz) gegründet und hat sein internationales Debüt im Jahr 2000 gegeben. Der Name des Ensembles ist einer Komposition Heinrich Isaacs entlehnt. Spezialisiert auf Musik des Spätmittelalters und der Renaissance, ist das Ensemble seitdem auf vielen bedeutenden Festivals wie dem belgischen Festival van Vlaanderen, dem niederländischen Holland Festival und Netwerk Oude Muziek, bei den Schweizer Freunden Alter Musik in Basel, den Rencontres de Musique Médiévale du Thoronet in Frankreich und Il Canto delle Pietre in Norditalien aufgetreten und hat zahlreiche Konzerte in ganz Europa gegeben. La Morra hat mittlerweile vier CDs veröffentlicht, die bei der internationalen Presse große Beachtung gefunden haben. Seit 2005 arbeitet La Morra mit dem Label Ramée zusammen. Auf dem Programm dieses Nachtkonzerts stehen Messvertonungen und Motetten u. a. von John Dunstaple, Guillaume Du Fay, Gilles de Binchois, Johannes Tourout, Johannes Ockeghem, Nicolaus Craen, Josquin des Prez. Mit John Dunstaple als Ausgangs- und Josquin des Prez als Endpunkt zeigt La Morra die faszinierende stilistische Entwicklung von hundert Jahren polyphoner Kompositionskunst in der europäischen Kunstmusik auf. Johannes Tinctoris (1436-1511), der große flämische Musiktheoretiker, nannte den Engländer John Dunstaple „Quelle und Ursprung einer neuen Kunst“ in der Musik (novae artis fons et origo). Während des 15. Jahrhunderts verbreitete sich die englische Art polyphonen Komponierens über den Kontinent und beeinflusste u. a. Du Fay und Binchois. Mit Josquins Musik erreichte diese Entwicklung ihren Höhepunkt (ars perfecta).

A: € 34,- | B: € 24,- | C: € 14,-