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Konzert 10

Sonntag, 31. Mai 2020, 16.00 Uhr
Basilika St. Emmeram, Emmeramsplatz 3

L'ACHÉRON (Frankreich)
François Joubert-Caillet

Clémence Schaming, Jérôme van Waerbeke  Violine
Céline Lamarre  Viola
Élodie Peudepièce  Kontrabass
Johanne Maitre & Elsa Frank  Oboe, Blockflöte
Mélanie Flahaut  Fagott, Blockflöte
Philippe Grisvard  Cembalo

François Joubert-Caillet  Bass-Viola da gamba & Leitung

Johann Bernhard Bach (1676-1749) - Johann Sebastian Bach (1685-1750): Orchesterouvertüren



„No. 18. Joh. Bernhard Bach, ältester Sohn von Johann Egydio Bachen Sub No. 8 ist in Erffurth An. 1676 gebohren. Lebet noch anjetzo (nehmlich 1735) als CammerMusicus u Organist in Eisenach. Succedirte Joh. Christ. Bachen Sub No. 13. Deßen einziger Sohn folget Sub No. 34."
Mit diesen Worten erwähnt Johann Sebastian Bach dieses Mitglied der Dynastie in der von ihm 1735 verfassten Genealogie: Johann Bernhard Bach (1676-1749).

Unbekanntes aus der weitverzweigten Bach-Dynastie steht auf dem Programm des Barockorchesters L'Achéron unter der Leitung von François Joubert-Caillet. Johann Bernhard Bach, Organist in Eisenach, hinterließ ähnlich wie sein berühmter Verwandter und Zeitgenosse Johann Sebastian insgesamt vier Ouvertüren für Orchester. Es handelt sich dabei genauer gesagt um Suiten, also Folgen von stilisierten Tanzsätzen. Die Überlieferungssituation der Stücke ist kompliziert: Sie fanden sich an unterschiedlichen Orten, u. a. im Nachlass von C. Ph. E. Bach und in der „Sammlung Hering" aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Kopien von Stimmen existieren aber auch in weiteren Abschriften, einige davon entstanden im engeren Umkreis Johann Sebastians: Er selbst und einige seiner Schüler konnten als Kopisten identifiziert werden. Die Stücke waren also durchaus verbreitet - aber über ihre Entstehungszeit und den Anlass der Kompositionen wissen wir gar nichts.
L'Achéron spielt drei Ouvertüren von Johann Bernhard Bach, die in G-Dur, e-Moll und D-Dur sowie - quasi im direkten Vergleich dazu - J. S. Bachs C-Dur Ouvertüre BWV 1066; dabei wird dem Hörer die hohe Qualität der Kompositionen des weniger bekannten Bach-Sprosses nicht verborgen bleiben.



Ausführliches Konzertprogramm

Konzertdauer: ca. 65 Minuten (keine Pause)

Webseite der Interpreten:
L'Achéron